Die unendliche Geschichte: Wowereit und der Flughafen BER

07.01.2013

Der Berliner Großflughafen BER kann doch nicht im Herbst 2013 eröffnet werden - und verschiebt sich damit einmal mehr. Hält sich Klaus Wowereit im Sattel? Hajo Schumacher sagt: ja - mangels Alternativen.

Regierender Bürgermeister Wowereit mit dem Flughafen-Chef Rainer Schwarz. Foto: © Michael Gottschalk /dapd.

Eigentlich überrascht es niemanden mehr: der Berliner Großflughafen BER kann nun doch nicht im Oktober 2013 eröffnet werden. Stattdessen wird die Eröffnung frühestens 2014 stattfinden – wenn nicht sogar erst 2015, wie Experten empfehlen.

Journalist und Kolumnist bei Spiegel Online.Hajo SchumacherJournalist und Kolumnist bei Spiegel Online 

Das Debakel um den Berlin-Brandenburger Großflughafen hat teilweise groteske Züge angenommen. Hinzu kommt, dass dem Berliner Oberbürgermeister Klaus Wowereit eine Mitschuld an dem Eröffnungsdesaster gegeben wird – schließlich ist er Chefaufseher des Flughafenprojekts.

Die erneute Verschiebung hat nun wieder herbe Kritik an dem Regierenden Bürgermeister laut werden lassen: er soll schon seit Mitte Dezember davon gewusst haben, dass der Eröffnungstermin nicht einzuhalten ist. Nun zieht Wowereit erste Konsequenzen und tritt als Chef des Aufsichtsrats zurück. Sein Nachfolger wird der brandenburgische Ministerpräsident Platzeck.

Doch nach dieser Pannenserie fragen sich viele nur eines: wie kann es sein, dass Wowereit um einen Rücktritt herum kommt? Darüber sprechen wir mit dem Journalisten Hajo Schumacher, der gemeinsam mit Klaus Wowereit dessen Biographie geschrieben hat.