Ende für steigende Mieten in Sicht? – SPD fordert Mietbremse

10.01.2013

In den letzten Jahren steigen die Mieten kontinuierlich an. Das belastet vor allem Familien und Menschen mit geringem Einkommen. Jetzt fordert die SPD eine Mietbremse. Notwendig - oder bloßer Wahlkampf?

Seit 2007 sind die Mieten in Frankfurt a. M. und in Stuttgart um über 10 Prozent gestiegen. / Foto © Paul Zinken (dapd)

Eine Wohnung mit zwei bis drei Zimmern, nah am Zentrum zum bezahlbaren Preis. In Städten wie Hamburg, München oder Köln ist das für viele Studierende und ältere Menschen schon fast zu einem Ding der Unmöglichkeit geworden.

Stadtsoziologe an der Humboldt-Universität Berlin.Andrej HolmStadtsoziologe an der Humboldt-Universität Berlin. 

Während das Zentrum denjenigen überlassen wird, die es sich leisten können, müssen immer mehr Menschen in die Außenbezirke der Städte ziehen. Und bis jetzt ist kein Ende der steigenden Mietpreise in Sicht.

Nun kündigt die SPD in ihrem Wahlprogramm eine so genannte Mietbremse an:

  • Sie sieht vor, dass künftig bei einer Neuvermietung der maximale Aufschlag bei 10 Prozent zur ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.
  • Außerdem soll die Preissteigerung bei bestehenden Mieten eingeschränkt werden: höchstens 15 Prozent Preissteigerung innerhalb von vier, statt wie bisher in drei Jahren.
  • Der Vorschlag der SPD sieht zudem vor, Mieter bei der energetischen Sanierung finanziell zu entlasten.
  • Außerdem solle zukünftig der Vermieter den Makler bezahlen um die Mieter vor hohen Provisionen zu schützen.

Wie sinnvoll eine politische Mietbremse sein könnte und welche Probleme in den deutschen Städten durch hohen Mieten entstehen, darüber sprechen wir mit dem Stadtsoziologen Andrej Holm von der Humboldt-Universität Berlin, der auch das „Gentrification Blog“ schreibt.