Welche Energieversorgung wollen wir haben? Antworten aus der Risikoforschung

05.04.2011

Nach Fukushima wird heftig gestritten: über sichere und unsichere Energieversorgung - und über das "Restrisiko". Antworten aus der Risikoforschung zu einer überhitzten Debatte.

Ortwin Renn, Professsor für Umwelt und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart. / © privatProf. Dr. Ortwin RennOrtwin Renn, Professsor für Umwelt und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart. / © privat 

Risikoforscher sind zurzeit begehrte Gesprächspartner: Sie berechnen, wie wahrscheinlich ein bestimmter Schaden ist – zum Beispiel eben auch: ein Erdbeben und ein Tsunami. Sie beobachten aber auch, was in der Folge dessen passieren kann – zum Beispiel eben der Ausfall eines Atomkraftwerkes.

Ortwin Renn ist Risikoforscher an der Universität Stuttgart – und hat mit dem Dreifachrisiko in Fukushima nicht gerechnet. Und weil das vermutlich niemand getan hat, ist auch in Deutschland die Energiedebatte heftig entbrannt. Welche Energieversorgung wollen wir haben? Welche Risiken bergen die – und wieviel davon sind wir bereit, einzugehen? Wie man diese Fragen entscheiden kann, wie weit der Mensch beim Thema Kernkraft Risiken im Vorfeld berechnen kann, und warum gerade die Energiedebatte schwer zu einem Konsens zu führen ist, darüber sprechen wir mit Ortwin Renn im Interview.