Entführungen in Nigeria: Kein Ende des Terrors?

07.05.2014

Entführte Schulmädchen, Bombenattentate in der Hauptstadt und eine Regierung, die der Lage nicht Herr wird- ist das westafrikanische Land Nigeria gescheitert?

Hier soll eine Schule entstehen. Die Terrororganisation Boko Haram geht vor allem gegen die Schulbildung junger Mädchen vor. Foto: DFID | flickr.com | Lizenz: CC BY 2.0

Wirtschaftlicher Aufschwung – Politische Instabilität

Nigeria ist der bevölkerungsreichste Staat Afrikas und seit einer Neuberechnung des BIP auch die stärkste Volkswirtschaft des Kontinents.

forscht am Institut für Afrika-Studien mit Schwerpunkt Gewalt und Sicherheit. Foto: KoosCarlo Koosforscht am Institut für Afrika-Studien mit Schwerpunkt Gewalt und Sicherheit. Foto: Koos 

Doch der wirtschaftliche Aufschwung sorgt keineswegs für politische Stabilität.

Das Land ist zwiegespalten  – in einen islamischen Norden und einen eher christlich geprägten Süden.

Seit einigen Jahren begeht die Terror-Organisation Boko Haram Anschläge in der Hauptstadt Abuja und im Norden, wo sie einen islamistischen Gottesstaat errichten will.

Vor wenigen Wochen entführten die Terroristen mehrere Hundert Schulmädchen aus dem Dorf Chibok.

Wir haben mit dem Wissenschaftler Carlo Koos vom Leibniz-Institut für globale und regionale Studien über die angespannte Lage in Nigeria gesprochen.