Erlebt Osteuropa eine Renaissance des Rechtsextremismus?

13.04.2010

Ungarn, Tschechien, Polen, Ukraine - aus all diesen Ländern machen rechtsextremistische Vorfälle Schlagzeilen. Ein Expertengespräch.

Es gibt einige auffällige Tendenz nach rechts bei einigen der Schlagzeilen aus den letzten Tagen und Wochen:

  • In Tschechien musste eine extrem rechte Partei verboten werden.
  • In Ungarn wird bei den Parlamentswahlen die rechtsextreme Partei „jobbik“ drittstärkste Kraft.
  • In Russland wird ein Richter, der in mehrere Prozesse gegen Rechtsextreme verwickelt war, auf offener Straße erschossen – alles sieht nach einer Hinrichtung aus.
  • In der Ukraine hetzen Ultra-Rechte gegen Janukowitsch.

berichtet für verschiedene deutsche Medien aus Osteuropa. / © Residenz Verlag/MayerGregor Mayerberichtet für verschiedene deutsche Medien aus Osteuropa. / © Residenz Verlag/Mayer
 

Und in all diesen Ländern sehen wir Aufmärsche uniformierter Parteitruppen, Überfälle auf Homosexuelle und Angriffe auf Demonstrationen. Erlebt Osteuropa eine Renaissance des Rechtsextremismus? Das fragen wir einen Experten: Gregor Mayer ist seit vielen Jahren Osteuropa-Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa, berichtet für zahlreiche andere Medien aus Osteuropa und hat jetzt ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Aufmarsch – Die rechte Gefahr aus Osteuropa“. Wir fragen Gregor Mayer, ob die aktuellen Fälle typisch sind, ob man von einem Aufstieg des Rechtsextremismus in Osteuropa sprechen kann und wie gefährlich die rechte „Jobbik“-Partei in Ungarn wirklich ist.