Erste Moschee in Ostdeutschland sorgt in Leipzig für Anwohner-Proteste

13.01.2014

In Leipzig soll die erste Moschee im Osten Deutschlands entstehen. Die Baupläne sorgen in der Stadt seit Monaten für viele Diskussionen. Einige Anwohner im Stadtteil Gohlis wehren sich gegen den Bau des muslimischen Gotteshauses. Warum, wissen einige jedoch selbst nicht.

So stellen sich viele Moscheen vor - die in Leipzig soll aber kaum größer als ein Wohnhaus werden. Foto: MiGowa flickr.com

Wenn in Deutschland Moscheen gebaut werden sollen, gibt es oft islamfeindliche Proteste gegen den Bau. Seit zwei Monaten protestieren einige Leipziger gegen eine geplante Moschee. Schnell hatte sich die Bürgerinitative „Gohlis sagt Nein“ gegründet – mittlerweile hat die Bewegung über 9000 Fans auf Facebook. Warum?

Es sind Muslime, das reicht für mich eigentlich aus. – Moscheegegner

Wirklich beschäftigt haben sich mit der Ahmadiyya-Gemeinde, für welche die Moschee gebaut werden soll, offenbar nur wenige. Aber sie sind dagegen: „wegen der vielen Autos, die dann kommen und den fehlenden Parkplätzen“. Doch auch ein weiterer Punkt macht den Anwohnern Sorgen:

Hier ist’s schon mehr Ausland als wie Deutschland! – Moscheegegner

Es sind jedoch nicht alle Leipziger gegen die Moschee, viele stören sich nicht an den Plänen und verurteilen die verübten Anschläge auf das Moscheegelände. Dort hatten Unbekannte blutige Schweineköpfe aufgespießt.

Jennifer Stange hat sich vor Ort in Leipzig Gohlis umgehört und den Konflikt genauer betrachtet.