Urheberrecht im Netz: EU-Kommission will Verwertungsgesellschaften vereinheitlichen

11.07.2012

Autoren und Künstler werden von Verwertungsgesellschaften vertreten - 250 gibt es davon in Europa! Alle kochen ihre eigenen Suppen. Das soll sich nun ändern. Haben GEMA & Co. damit ein Problem?

Will, dass Urheber schneller ihr Geld erhalten: EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. Foto: © Mario Vedder/dapd

verlangt mehr Transparenz bei europäischen Verwertungsgesellschaften.Carsten Lietzverlangt mehr Transparenz bei europäischen Verwertungsgesellschaften. 

In Deutschland wird zur Zeit heftig über Urheberrechte diskutiert. Egal ob bei der GEMA oder dem Leistungsschutzrecht, immer öfter ist das Internet ein Streitpunkt zwischen den verschiedenen Interessenvertretern. Jetzt will die EU-Kommission die Urheberrechte für Videos und Musik im Internet vereinheitlichen – und damit stärken.

„Ziemliches Durcheinander bei den den Verwertungsgesellschaften“

In Europa gibt es rund 250 Verwertungsgesellschaften, ein „ziemliches Durcheinander“, wie Carsten Lietz von der deutschen Vertretung der Europäischen Kommission bekennt. Der EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier hat deshalb heute in Brüssel einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt. Sein Ziel ist es, dass Autoren und Künstler schneller an ihr Geld kommen.

Wie die Situation für deutsche Künstler in Europa aussieht und welche Schwierigkeiten es hier noch gibt, darüber haben wir mit Carsten Lietz gesprochen.