“Westliche Geschlossenheit ist wichtig” – EU-Ölembargo gegen Iran

24.01.2012

Die europäischen Außenminister haben ein Öl-Embargo gegen den Iran beschlossen. Ab Juli wird kein Öl mehr aus dem Iran in die EU fließen. Außerdem sind die Konten der iranischen Zentralbank gesperrt worden.

Spätestens ab dem 1.Juli soll kein iranisches Öl mehr nach Europa fließen. Was bedeutet das für den Iran? /Foto: © Axel Schmidt /dapd

Die EU will mit den Sanktionen die iranische Wirtschaft im Kern treffen. Neben dem Stopp von Öl-Importen aus dem Iran in die EU soll es deshalb auch keinen Verkauf mehr von Devisen oder Gold in den Iran geben.

Experte für Außen- und SicherheitspolitikDr. Henning RiekeExperte für Außen- und Sicherheitspolitik 

Der Iran soll nicht weiter an seinem Atomprogramm arbeiten. Die USA unterstützen die Entscheidung der EU-Außenminister und wollen den Druck auf das Land noch erhöhen.

Der Iran hingegen will keine Zugeständnisse machen. Das Regime droht mit steigenden Ölpreisen und behauptet weiterhin, kein Atomwaffenprogramm zu haben.

Was das Öl-Embargo für den Iran bedeutet und ob die Sanktionen aus Europa überhaupt etwas bewirken können, darüber haben wir mit Henning Rieke, Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, gesprochen.

Ich glaube die meisten Europäer wären lieber schneller bei den Sanktionen dabei gewesen. – Henning Riecke