Die WM in Brasilien: Wut und Euphorie

05.12.2013

Während des Confederations Cup im Juni schwollen die Proteste in Brasilien an, mittlerweile sind sie wieder ruhiger geworden. Das könnte sich zur WM-Gruppenauslosung ändern, wenn die Welt wieder nach Brasilien schaut. Wie ist die Situation vor Ort ein halbes Jahr vor der WM? Haben die Prosteste vom Sommer etwas bewirkt?

Bettelarme Bevölkerung, Millionenstadien: die Brasilianer wehren sich. Foto: Semilla Luz/ flickr.com

Die Fußball-WM 2014 in Brasilien steht in der Kritik. Erst neulich starben bei einem Kranunfall auf einer Stadion-Baustelle mehrere Bauarbeiter. Doch das ist nicht der einzige Grund, weswegen sich Land selbst Widerstand breit macht.

hält Proteste auch während der WM für möglich.Markus Fraundorferhält Proteste auch während der WM für möglich.  

Nicht die WM, sondern die Organisation ist verhasst

Vor allem die Organisation und die ungleiche Finanzwirtschaft verärgern die Brasilianer. Zwar werden teure Stadien gebaucht, die nach der WM aber vermutlich leer stehen werden – dafür wird viel zu wenig Geld in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt. Das führte im Sommer zu großen Demonstrationen in Brasilien.

Morgen schaut die Welt wieder nach Brasilien, wenn die FIFA die WM-Gruppen auslost. Hat sich also gut 6 Monate nach den Ausschreitungen etwas verbessert?

Darüber haben wir mit Markus Fraundorfer vom Hamburger Giga-Institut gesprochen.

Sie wollen die WM, aber sie sind nicht damit zufrieden, wie diese WM bislang organisiert wurde. – Markus Fraundorfer