EUromat – der europäische Parteiencheck

Make EU relevant again

22.09.2017

Im Bundestagswahlkampf geht es um Bundespolitik. Eigentlich logisch, denn die WählerInnen wollen ja wissen, was die Parteien konkret für die Bürger tun wollen. Auch Außenpolitik ist ein wichtiger Maßstab für die Wahlentscheidung. Wie die Parteien aber zu Deutschlands Position in der Europäischen Union stehen, wissen nur wenige. Der EUromat hilft!

EUromat – Tool für Exoten?

Bei welcher Partei sie ihr Kreuz machen, entscheiden viele Bürger erst einige  Tage vor der Bundestagswahl. Bei dieser Entscheidung helfen Online-Tools, Fernsehdebatten und natürlich Parteiprogramme. Dabei geht es aber besonders um die Innen- und Außenpolitik. Wahlwerbung mit Europapolitik machen aber oft nur die Parteien, die eine ganz spezifische Meinung zu dem Thema haben. Das liegt auch daran, dass die Europäische Union für die WählerInnen keine große Rolle spielt.

Alle Bürgerinnen und Bürger sollten darüber nachdenken, welche Meinung eine Partei zur EU hat und wie sie die Zukunft gestalten wird. – Maria-Teresa Rölke, Landesvorsitzende der Jungen Föderalisten (JEF) Sachsen

Appell an die Wähler

Die Jungen Europäischen Föderalisten wollen das ändern. Ihnen ist die EU und Deutschlands Position darin zu wichtig, als dass sie im Bundestagswahlkampf unter den Tisch fallen dürften. Deswegen haben sie ein gesondertes Tool erstellt, dass die Parteien nur anhand von Europapolitik analysiert.

Dafür wurde ein Fragenkatalog mit 17 Fragen an alle Parteien versendet und ihre Antworten im Tool geordnet. Die Nutzer müssen jetzt nur noch die vorgegebenen Thesen bewerten. Am Ende erfahren sie, zu welchem Prozentsatz die Parteien mit ihrer Ansicht übereinstimmen.

Bei der CDU wurden die meisten Fragen mit „neutral“ beantwortet, was uns sehr gewundert hat. – Marie-Teresa Rölke

Anregung zum Umdenken

Das Ergebnis sagt dann natürlich nichts über die Übereinstimmung mit der Bundespolitik der Parteien aus. Deshalb ersetzt der EUromat keinesfalls die umfassende Recherche vor der Wahlentscheidung – das soll er auch gar nicht – aber er kann durchaus zum Umdenken bewegen.

Es sind schon große Unterschiede dabei und vielleicht zieht man dadurch sogar eine andere Partei in Erwägung. – Marie-Teresa Rölke

Wo man letztendlich die eigenen Prioritäten setzt, muss natürlich jeder selbst entscheiden. Der EUromat soll nur zeigen, dass sich die Parteien auch in der Europapolitik positioniert haben. Was die Jungen Europäischen Föderalisten sonst machen, hat die Landesvorsitzende der JEF in Sachsen, Marie-Teresa Rölke, detektor.fm-Moderator Christian Eichler im Interview erklärt.

MaryWir wollten den Leuten eine Entscheidungshilfe geben, die eine bestimmte Meinung zu Europa haben.Maria-Teresa Rölkeist Landesvorsitzende der Jungen Föderalisten Sachsen.