Krautreporter-Wochenrückblick | Präsidentenspiele, Aufwind in Europa und bei SPD

Was haben wir gelernt?

17.02.2017

Was dieser Wochenrückblick mit Christian Fahrenbach uns lehrt: Das Hin und Her im Weißen Haus geht weiter. Für die Wirtschaft aller Länder der Euro-Zone soll es wieder bergauf gehen. Und die SPD schwingt sich in unerwartete Höhen.

Präsidentenspiele

Donald Trump scheint nicht müde zu werden, im Weißen Haus alle auf Trab halten zu wollen. Der vorgesehene US-Arbeitsminister Andrew Puzder zog seine Kandidatur zurück und der nationale Sicherheitsberater Mike Flynn wurde gegangen. Fröhlich benennt Trump weiter Wunschnachfolger für die Ämter.

Im Gegenzug träumen einige davon, Trump selbst aus seinem Amt zu jagen. Dafür bräuchte es jedoch eine Zweidrittelmehrheit im Senat und die einfache Mehrheit im Repräsentantenhaus. Im Senat müssten 19 der 52 Republikaner umgestimmt werden, im Repräsentantenhaus 24 der 234 Abgeordneten. Das könnte schwierig werden.

Europäische Wirtschaft erholt sich

Zum ersten Mal seit zehn Jahren glaubt die EU-Kommission, dass in diesem Jahr die Wirtschaft in allen 19 Staaten der Euro-Zone wachsen wird. Für das Jahr 2017 prophezeit sie für die gesamte Zone ein Wachstum von 1,6 Prozent und für 2018 eine Steigerung von 1,8 Prozent. Das sind auch die Werte, die Brüssel für Deutschland vorhersagt.

Einen besonderen Aufschwung wird wohl Griechenland erleben. Dort soll die Wirtschaft um 2,7 Prozent wachsen.

Was unter dem Stich bleibt: Seit 15 Quartalen, also seit fast vier Jahren in Folge, ist das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Gebiet gestiegen. Also, es sind letztlich ganz optimistische und positive Zahlen, die da von der EU-Kommission kommen. – Christian Fahrenbach

SPD – es geht weiter bergauf

Die SPD schwingt sich in fast schon vergessene Höhen: Frank Walter Steinmeier ist zum Bundespräsidenten gewählt worden. Und sein Parteifreund Martin Schulz gewinnt weiter Sympathien. Seine Umfragewerte haben nichts von der Aufwärtsdynamik seit seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten verloren. Da liegt die Frage nah, ob sich die Union vielleicht bedroht fühlt.

Ja, die Union hat diese Woche tatsächlich ein bisschen gegen Schulz geschossen. Das zeigt, dass man bei der Union doch langsam Angst vor diesem Aufschwung der SPD hat. Im Moment sieht es so aus, als ob sich die SPD-Umfragewerte stabilisieren könnten. – Christian Fahrenbach

Wie viel wir in dieser Woche wieder gelernt haben, findet detektor.fm-Moderator Eric Mickan zusammen mit Krautreporter Christian Fahrenbach heraus.

Burkina FasoBei der SPD geht ein Schwung durch die Partei und jetzt wird man sehen, ob sich das bis zum 24. September halten wird. Christian Fahrenbach zieht aus New York eine Bilanz der vergangenen Woche.