Europäischer Polizeikongress

Messe für Sicherheit und Datensammlung?

25.02.2015

Die Terroranschläge in Paris und Kopenhagen haben nicht nur die Menschen in Europa verunsichert, sondern auch die Sicherheitsbehörden auf den Plan gerufen. Wie können solche Anschläge in Zukunft verhindert werden? Auf dem Europäischen Polizeikongress in Berlin wurden mehr präventive Ansätze und ein verbesserter Datenaustausch zwischen den nationalen Behörden gefordert.

„Unsere Demokratie muss sich wehrhaft zeigen.“ So hat sich Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) auf dem 18. Europäischen Polizeikongress geäußert, der diese Woche in Berlin stattgefunden hat. Er sagte darüber hinaus, dass Staaten ihren Sicherheitsbehörden vertrauen müssten, um Sicherheit als Voraussetzung für Freiheit zu garantieren. Henkel zufolge müsse dem islamistischen Terrorismus zuvorgekommen werden. Und das schon bei Jugendlichen mit Hilfe von präventiven Ansätzen.

Internationaler Terrorismus im Vordergrund

Der Europäische Polizeikongress versteht sich als „Informationsplattform“ und wird von dem „Behörden Spiegel“, einer  Zeitung für den öffentlichen Dienst in Deutschland, organisiert. Im Fokus standen dieses Jahr drängende Sicherheitsfragen, die vor allem durch die jüngsten Terroranschläge in Paris und Kopenhagen und dem Vormarsch des IS aufgeworfen wurden.

Auch die Ukraine-Krise fand Beachtung. So berichtete Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen, dass Russland verstärkt Spionage in europäischen Staaten betreibe. Der Bundesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) André Schulz sprach sich für ein Verbot von kriminellen Rockerbanden wie den Hells Angels aus.

Was  Polizei, Politiker, internationale Entscheiderungsträger und Behörden außerdem diskutierten, weiß Alexander Bosch von Amnesty International Deutschland zu berichten. detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt hat mit ihm über die Tagungsthemen und einen Aufreger im Vorfeld der Veranstaltung gesprochen.

Alexander Bosch_Amnesty InternationalDas Ziel des Kongresses ist einerseits den Austausch der verschiedenen Polizeibehörden herzustellen und andererseits, dass Vertreter der Wirtschaft ihre Produkte anbieten können.Alexander BoschExperte für Polizeigewalt von Amnesty International Deutschland. Foto: privat 

 

Redaktion: Friederike Zörner