Europarat: Debatten über illegalen Organhandel im Kosovo und Pressefreiheit in Europa

25.01.2011

Europarat: Bürokratisch und weit weg? Mitnichten. Bei der Sitzung des Parlamentarischen Rates ist Dampf im Kessel: dem neu gewählten Präsidenten des Kosovo wird Beteiligung an illegalem Organhandel vorgeworfen.

Der Sitzungssaal des Europarates. / © Alban Bodineau, Council of Europe

Radiokorrespondent beim Europarat in Straßburg. / © privatUdo Seiwert-FautiRadiokorrespondent beim Europarat in Straßburg. / © privat 

Seit gestern läuft die Frühjahrssitzung des Europarates in Straßburg. Und dort ist durchaus Musik drin: nach den Anschlägen befassen sich die Abgeordneten unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen mit illegalem Organhandel, Presse- und Meinungsfreiheit, Verstößen gegen die Grund- und Menschenrechte – und mittendrin beobachtet für uns das Geschehen: Udo Seiwert-Fauti, Journalist und Europa-Experte.

Mit besonderer Spannung wurde die Debatte über den Bericht zu illegalem Organhandel in Kosovo erwartet, welchen der hierfür zuständige Berichterstatter Dick Marty jüngst vorgelegt hatte.

Wie der Rat auf den Bericht reagiert, wer der Berichterstatter Dick Marty ist, warum gerade die Schweizer diese Berichterstattung übernommen haben und warum hierin enormes Konflikpotential liegt, erklärt Udo Seiwert-Fauti im Interview:

 


+ + + Update 17:30 Uhr  + + +

Die Abgeordneten des Europarats haben den Bericht von Dick Marty über angeblichen illegalen Organhandel im Kosovo nach einer langen Debatte angenommen und eine Resolution verabschiedet. Sie verlangen eine seriöse Untersuchung der Vorwürfe, an der laut Resolutionstext neben der Polizei- und Justizmission im Kosovo (EULEX) auch die Behörden des Kosovo selbst beteiligt sein. Details dazu finden Sie zum Beispiel hier.


Hintergrund-Audio: Was ist der Europarat?