FIFA in der Kritik: wie politisch kann, darf, muss Sport sein?

27.04.2012

Eine unter zweifehlhaften Umständen inhaftierte Ex-Ministerpräsidentin, neuer Rechtsextremismus, unzureichende Menschenrechte - Grund zur Kritik an der Ukraine gibt es genug. Die FIFA aber verweigert diese. Welches Verhältnis haben Sport und Politik?

Jubelnde Massen im Stadion - für viele kommt hierbei die Situation außerhalb der Tribühne zu kurz. / © Thomas Lohnes/dapd

Demnächst regiert wieder König Fußball – und damit schauen Millionen Augen auch auf die Ukraine. Deren Präsident Janukowitsch ist bereits in heller Freude über die Aufmerksamkeit für sein Land.

Was damit aber auch in das Licht der Aufmerksamkeit gerät: die Menschenrechtssituation in der Ukraine. Nicht nur der Fall der Ex-Minister-Präsidentin Timoschenko, die inzwischen im Hungerstreik ist, zeigt deutlich: mit dem westeuropäischen Verständnis von Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten hat die Ukraine nur bedingt etwas zu tun.

Und so werden – einmal mehr – Forderungen an den Profi-Sport laut. Forderungen, da nicht zu schweigen. Die FIFA antwortet auf derlei Forderungen regelmäßig: fürs Politik machen sind wir nicht zuständig.

Wie ist das also, mit dem Verhältnis von Sport und Politik? Das fragen wir Marc Kukuk, Sportwissenschaftler am Arbeitsbereich Sport und Politik der Uni Paderborn.