Fragen rund um Flug MH17 – Der Russland-Beauftragte der Bundesregierung im Interview

"Ich bin geradezu angewidert!"

21.07.2014

Trümmerteile und menschliche Überreste, teilweise über Kilometer verstreut - und ohne jede Absperrung. Russland und die Ukraine schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Am Umgang mit der Katatrophe ändert das wenig. Braucht es mehr Druck auf Russland? Und wie kann jetzt Klarheit erreicht werden? Fragen an den Russland-Beauftragten der Bundesregierung.

Ein Trümmerteil der abgestürzten Maschine in der Nähe von Donetsk. Foto: Bulent Kilic | AFP

Die Bergungsarbeiten des abgestürzten Flugzeugs MH17 sind in vollem Gange. Bis jetzt haben die Separatisten in der Ostukraine den Zugang zum Unglücksort eher erschwert als ermöglicht.

Der Sicherheitsrat der UNO verhandelt heute über eine Resolution dazu. Besonders Russland wird eine große politische Verantwortung zugeschrieben.

Sollte Russland nicht zu Kooperationen bereit sein, könnten schon morgen von den EU-Außenministern weitere Sanktionen beschlossen werden.

Über die aktuelle Situation, die Zuverlässigkeit der eingehenden Informationen und was man nun tun kann, um verloren gegangenes Vertrauen wieder herzustellen, sprechen wir mit Gernot Erler, dem Russlandbeauftragten der Bundesregierung.