Frauen und Kinder in Gaza: Ein Vor-Ort-Bericht

"Es ist unmöglich, aus dieser Situation untraumatisiert herauszugehen"

30.07.2014

Es gibt keinen sicheren Ort mehr. Kein Haus, keine Schule, kein Keller, keine Straße. Jederzeit und überall kann die nächste Bombe fallen. Wie Frauen und Kinder im Gaza-Streifen damit umgehen, beschreibt Ala Qandil - denn sie ist mittendrin.

Eine palästinensische muss ihr Haus verlassen, nachdem die israelische Armee mit einem sog. "knock on the roof" dessen baldige Bombardierung angekündigt hatte. Foto: Mohammed Abed | AFP

Vor rund drei Wochen hat die die israelische Militäroffensive im Gazastreifen begonnen. Und ein Ende scheint nicht in Sicht.

Anfang der Woche bereitete Netanjahu die israelische Bevölkerung auf eine lange Offensive vor. Vorgestern wurde das einzige Kraftwerk in Gaza getroffen – nun droht auch noch das Wasser knapp zu werden.

Bis heute gab es auf beiden Seiten mehr als 1200 Tote. Viele von Ihnen sind Frauen und Kinder.Letztere begreifen die Situation oft nicht – auf den Schultern der Frauen aber lastet oft doppelte Last. Sie müssen den Alltag organisieren, wollen ihre Kinder nicht mit Angst anstecken und

Ala Qandil ist Journalistin und zurzeit in Gaza. Sie begleitet palästinensische Familien und berichtet über persönliche Schicksale in Gaza – und mit ihr haben wir über ihre Eindrücke gesprochen.