Freihandelsabkommen zwischen USA und EU: was spricht für TTIP?

03.03.2014

Das geplante Freihandelsabkommen sorgt in Europa für viel Kritik. Ende März will Barack Obama nun nach Brüssel kommen, um das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA in Schwung zu bringen. Doch viele Europäer sind bisher skeptisch - zu Unrecht?

Zwei Smybole der transatlantischen Beziehungen in einer Stadt (Paris). Foto: Bill Walsh | flickr.com | Lizenz: CC BY-NC 2.0

Das Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen der EU und den USA soll künftig vieles bewirken: Die EU verspricht sich 400.000 neue Jobs und ein zusätzliches Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent.

Was bringt das Freihandelsabkommen?

Doch das geplante Freihandelsabkommens wird in Deutschland und Europa heftig kritisiert. Viele fürchten, dass amerikanische Standards und Großkonzerne damit nach Europa kommen. Dabei schwingt auch die Angst vor hormonbehandeltem Fleisch und dem heiß diskutierten Genmais mit. Zu unsicher, finden viele EU-Bürger und auch Politiker – das Abkommen wird momentan sehr skeptisch gesehen. Auch der NSA-Skandal der letzten Monate hat die Verhandlungen ins Stocken gebracht – ohne eine Vertrauensbasis könne man solche Gespräche nicht führen. Das Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der EU ist noch lange nicht ausgereift.

befürwortet ein Freihandelsabkommen.Earl Frybefürwortet ein Freihandelsabkommen. 

Studiogespräch mit Earl Fry

In Deutschland gibt es bisher nur wenige Befürworter des geplanten Freihandelsabkommens. Wir haben mit Earl Fry über das Abkommen zwischen den den USA und der EU gesprochen. Der amerikanische Professor für Politikwissenschaften beschäftigt sich seit Jahren mit den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen und fordert neue Impulse für die Wirtschaft.

Es gibt auch Amerikaner, die Angst vor gentechnisch verändertem Gemüse oder hormonbelastetem Fleisch haben. Wenn es wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist, dass es gesundheitsschädlich ist, dann sollte man aber keine Angst haben. Es gibt keine Beweise dafür, dass es schädigend ist. – Eary Fry