Freiwilliger Polizeidienst: “Der Trend geht Richtung Billig-Polizei”

13.09.2013

In vier Bundesländern kann man als freiwilliger Polizist arbeiten. Die Ausbildung dauert nur wenige Wochen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft kritisiert, dadurch sollten reguläre Polizistenstellen eingespart werden.

Nach einer Ausbildung von wenigen Wochen kann man der Polizei unter die Arme greifen. Foto: © Arno Bachert / Pixelio

ist seit 2007 Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft.Rainer Wendtist seit 2007 Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. 

In Sachsen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg gibt es die Möglichkeit, als freiwilliger Polizist zu arbeiten. Gegen ein Honorar kann man so der Polizei unter die Arme greifen und darf dabei in Baden-Württemberg sogar eine Waffe tragen. Diese freiwillgen Polizeidienste sollen dem Gemeinwohl dienen.

Hobbypolizisten auf dem Vormarsch

Doch an diesem Freiwilligendienst wird immer wieder Kritik geübt, der sich an der Frage entzündet, warum dieser Dienst überhaupt notwendig ist. Die Deutsche Polizeigewerkschaft warnt, dass durch diese Freiwilligendienste keine neuen Stellen für Polizisten geschaffen und sogar bestehende Stellen gestrichen würden.

Darüber haben wir mit Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigeschwerkschaft, gesprochen. Er erläutert die Vor- und Nachteile des freiwilligen Polizeidienstes.

Freiwilliger Polizeidienst - Billig-Polizisten auf dem Vormarsch

Was wir als Deutsche Polizeigewerkschaft immer kritisieren, ist, dass den Bürgern eingeredet wird, das ist eine Art Polizei, und das ist es ausdrücklich nicht, denn Polizisten sind Profis! – Rainer Wendt