Friedensverhandlungen in Nahost: “Israel managt den Konflikt”

14.08.2013

Nach drei Jahren Stillstand treten Israel und Palästina wieder in Gespräche ein. Doch die wenigsten halten den Konflikt für überwindbar. Was also ist von den Friedensverhandlungen zu erwarten?

Die Grenze zwischen Israel und Palästina gehört zu den größten Konfliktpunkten. Foto: David Lisbona / flickr.com

wurde in Israel geboren und schrieb in München ihre Dissertation über Shimon Peres.Tamar Amar-Dahlwurde in Israel geboren und schrieb in München ihre Dissertation über Shimon Peres. 

Im Juli trafen sich Israel und Palästina in den USA und definierten dort ihr gemeinsames Ziel: Innerhalb von neun Monaten soll ein neues Friedensabkommen ausgehandelt werden – und ein unabhängiger Staat Palästina entstehen.

Den ersten Schritt hat Israel nun gemacht und 26 palästinensische Häftlinge freigelassen. Gleichzeitig kam es jedoch zu Luftangriffen auf den Gazastreifen.

Wir haben darüber mit der Nahost-Expertin Tamar Amar-Dahl von der Freien Universität Berlin gesprochen. Sie schätzt ein, welchen Einfluss die neuesten Ereignisse auf die Verhandlungen haben und welche Rolle die Siedlungsprojekte Israels dabei spielen.

Israel managt den Konflikt. Ich würde sagen, dass Israel keinen wirklichen Frieden anstrebt, weil es davon ausgeht […], dass der Konflikt nicht zu lösen ist. – Tamar Amar-Dahl