Friedliche Revolution 2: Montagsdemos und die Prager Botschaft

09.10.2013

Am 9. Oktober erinnert Leipzig jedes Jahr an die friedlichen Montagsdemonstrationen. Dieses Jahr stehen Tschechien und Slowakei im Fokus der Feierlichkeiten. Was denkt Genscher rückblickend über seine Rede auf dem Balkon der Prager Botschaft - und konnte man den Umbruch schon erahnen?

David Černýs Kunstwerk im Garten der Prager Botschaft. Foto: © grahamc99 / Flickr

Deutschland, Tschechien und die Slowakei haben eine lange gemeinsame Geschichte. Beobachter sprechen sogar von einem mitteleuropäischen Schicksal, das die drei Länder verbindet.

Im Laufe der Geschichte sind es Ereignisse wie die deutsche Besatzung in Tschechien, der Prager Frühling und die Besetzung der westdeutschen Botschaft in Prag durch DDR-Flüchtlinge, die das Verhältnis flankieren.

ist Professor am Geisteswissenschaftlichen Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas.Frank Hadlerist Professor am Geisteswissenschaftlichen Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas. 

Gedenken an die friedliche Revolution

Beim Lichtfest in Leipzig stehen diese Länder deshalb in diesem Jahr im Fokus. Das Lichtfest erinnert als Bürger-Kunst-Projekt an die friedliche Revolution 1989.

Eva-Marie Meyer berichtet über die besondere Beziehung zwischen Deutschland und der damaligen Tschechoslowakei – und hat dafür mit den Augenzeugen Daniela Wolfova und Frank Hadler gesprochen.

Friedliche Revolution: Montagsdemos und die Prager Botschaft

Daniela Wolfova lehrt Tschechisch an der Universität in Leipzig und war als Augenzeugin bei den Montagsdemonstrationen dabei. Der Historiker Frank Hadler ist Professor am Geisteswissenschaftlichen Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas der Universität Leipzig – und konnte Außenminister Genscher einst persönlich fragen, was die Rede auf dem Balkon der Prager Botschaft für eine Bedeutung hatte.