Akt gemeinsamer Trauer: Gedenkfeier an Opfer der Nazi-Terrorzelle

23.02.2012

Für die zehn Opfer der Neonazi-Mordserie fand heute die zentrale Gedenkveranstaltung in Berlin statt. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel sprachen auch zwei Angehörige der Opfer. Ein Vor-Ort-Bericht.

Demonstration in Gedenken an die Opfer der Zwickauer Terrorzelle in Rostock. Foto: © Frank Hormann/dapd

ist Politikredakteur bei der taz.Daniel Baxist Politikredakteur bei der taz. 

Mit einer bundesweiten Schweigeminute ist heute Mittag die Gedenkfeier für die Opfern der rechten Terrorzelle NSU in Berlin zu Ende gegangen. Bundeskanzlerin Angela Merkel entschuldigte sich in der Gedenkveranstaltung öffentlich wegen der Pannen bei der Aufklärung und falscher Verdächtigungen.

„Einige Angehörige standen Jahre selbst zu Unrecht unter Verdacht. Das ist besonders beklemmend. Dafür bitte ich sie um Verzeihung.“ (Angela Merkel)

Die Kanzlerin stellt sich somit an die Seite der Opfer, wie sie es zuvor noch nicht getan hat. Besonders bewegend waren die Schilderungen zweier Angehöriger der Opfer zu den Vorwürfen und ihrem Umgang mit dem Verlust.

Daniel Bax, ist Redakteur der taz in Berlin und war bei der Gedenkfeier dabei. Im Interview schildert er seine Eindrücke von der Veranstaltung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt.