Gegen jegliche Vernunft: Die Militärdiktatur Bashar al-Assads in Syrien

01.08.2011

Noch nie ist das syrische Regime so brutal gegen sein Volk vorgegangen, wie am vergangenen Sonntag - und das kurz vor dem heiligen Fastenmonat Ramadan. Der könnte die Wendung bringen.

Die syrische Stadt Homs: eine der Hochburgen der Proteste gegen die Diktatur von Präsident Assad. Foto: © syriana2011/wikipedia.de

Redakteur und Autor bei zenith - Zeitschrift für den Orient und Blogger bei Deutschlands führendem Blog zum Nahen und Mittleren Osten, Alsharq.Robert ChatterjeeRedakteur und Autor bei zenith - Zeitschrift für den Orient und Blogger bei Deutschlands führendem Blog zum Nahen und Mittleren Osten, Alsharq. 

Heute beginnt für Muslime der Fastenmonat Ramadan. Vier Wochen lang fasten nun weltweit über eine Milliarde Muslime. Der neunte Monat im islamischen Mondkalender ist neben dem Verzicht auf bestimmte Tätigkeiten vor allem gekennzeichnet durch den Frieden und die Rückbesinnung auf moralisch-ethische Grundwerte. Umso erschreckender erscheinen die bisher brutalsten Angriffe der syrischen Regierung vom vergangenen Wochenende auf die Bevölkerung in Hama. Mit Panzern hat das Militär auf Befehl von Präsident Bashar al-Assad die Protestbewegung niedergeschlagen und mehr als hundert Menschen getötet.

Nach Berichten des Nachrichtensenders Al Jazeera setzt es seine Angriffe jetzt auch im östlichen Deir el-Zur fort, und schon wieder ist von vielen toten Zivilisten die Rede. Da liegt eine Frage auf der Hand: Warum greift die internationale Gemeinschaft nicht ein und stoppt das Blutvergießen des Assad-Clans?

Antworten auf diese und andere Fragen kommen von Robert Chatterjee, Autor der Zeitschrift zenith – der Zeitschrift für den Orient, der auch in Kontakt mit Demonstranten vor Ort steht.