GEZ: ARD-Programmchef kritisiert gerätebezogene Gebühr

05.05.2010

Heftige Gebührendiskussionen, ein überaltertes Publikum, und die erzwungene Löschung von 100.000 Dokumente aus ihren Online-Auftritten: die ARD erlebt eine Umbruchphase. Darüber sprechen wir mit dem Programmdirektor der ARD.

In Köln weist ein Schild auf die Gebühreneinzugszentrale GEZ hin. Foto: Henning Kaiser/ ddp.

Programmdirektor der ARD im detektor.fm-Studio.Volker Herres.Programmdirektor der ARD im detektor.fm-Studio. 

Für den Programmdirektor der ARD gibt es genügend Gründe für Sorgenfalten.

Wie groß die in der letzten Zeit geworden sind, oder ob alles doch nicht ganz so schlimm ist – das haben wir jemanden gefragt, der in der ARD durchaus so etwas wie einen Chefsessel innehat: den Programmdirektor der ARD, Volker Herres.

Wir brauchen eine andere Bezugsgröße, an der man die Rundfunk-Gebühren festmacht. – Volker Herres, ARD-Programmdirektor

Warum er eine Reform der GEZ fordert, die Online-Beschränkungen für die ARD nur als politischen Kompromiss akzeptabel findet, wie er Qualität und seriöse Information auch weiterhin sichern will und wie er dem Vorwurf der schleichenden Boulevardisierung begegnet, das erklärt Volker Herres im Interview:

Ich glaube in der Tat, die gerätebezogene Gebühr ist ein Modell der Vergangenheit, weil sich die technische Entwicklung darüber hinwegsetzt. – Volker Herres, ARD-Programmdirektor