Gezerre in Brüssel

Wahlpoker um den neuen EU-Kommissionspräsidenten

28.05.2014

Europa hat gewählt, aber hatten die Wähler überhaupt einen Einfluss darauf, wer am Ende der neue EU-Kommissionspräsident wird? Es scheint, als ob der wahre Wahlpoker um das Amt des Präsidenten in Brüssel gerade erst beginnt.

Rauer Wind in Brüssel: Die Verhandlungen über den neuen EU-Kommissionspräsidenten sind in vollem Gange. Foto: justusbluemer | flickr.com | Lizenz | CC BY 2.0

Machtpoker in Brüssel

Das Europaparlament unterstützt zwar Jean-Claude Juncker, doch die Mitglieder des Europarats sind noch nicht überzeugt. Einigen Mitgliedern wie dem britischen Premier David Cameron ist der Luxemburger ein Dorn im Auge. Es herrscht alles andere als Einigkeit in Brüssel, das zeigte sich auch beim EU-Gipfel am Dienstag. Bis eine endgültige Entscheidung gefallen ist, können noch Wochen vergehen.

Kungelei im Hinterzimmer statt Wählerbeteiligung?

Im Wahlkampf wurde den Wählern zumindest suggeriert,  dass sie den Kommissionspräsidenten mitbestimmen können. Die Realität in Brüssel sieht aber anders aus. Wo bleibt da die gelebte Demokratie? Über diese Fragen und die momentanen Entwicklungen in Brüssel haben wir mit Matthias Krupa gesprochen, dem Europa-Korrespondenten der Zeit.

Matthias Krupa"Es gibt einen demokratischen Knoten, den man lösen muss. Ich finde es nur nicht so einfach, wie es jetzt gelegentlich dargestellt wird."Matthias KrupaEuropa-Korrespondent der ZEIT