Gibt es eine friedliche Zukunft für Afghanistan?

23.07.2011

Während Westerwelles Besuch in Afghanistan werden die Zukunftspläne ausschließlich im stillen Kämmerchen besprochen. Für die Öffentlichkeit ist weiterhin unklar, wie der Truppenabzug ablaufen wird - und dafür gibt es gute Gründe.

Schon bald sollen deutsche Soldaten in Afghanistan nur noch selten zu sehen sein. / © Axel Schmidt (dapd)

forscht am Zentrum für Entwicklungsforschung in Bonn.Conrad Schetterforscht am Zentrum für Entwicklungsforschung in Bonn. 

Dass die Bundeswehr sich aus Afghanistan zurückziehen wird, ist seit Monaten bekannt. Ende 2014 sollen die internationalen Kampftruppen abgezogen sein. Wann dieser Abzug beginnt und wie viele dDeutsche Soldaten aus dem Krisengebiet abgezogen werden, wurde allerdings noch nicht öffentlich gemacht.

Gerade ist Außenminister Guido Westerwelle nach Afghanistan gereist. Er hat sich mit Präsident Hamid Karsai getroffen und besuchte die deutschen Soldaten in Masar-i-Scharif. Warum über den Termin für den Abzug der deutschen Soldaten noch immer nicht öffentlich gesprochen wird und mit welcher hinterlistigen Taktik die Taliban afghanische Zivilisten aktuell besonders gefährden und verunsichern erklärt Conrad Schetter. Er ist Afghanistan Experte und arbeitet beim Zentrum für Entwicklungsforschung in Bonn.