Gehaltserhöhung per Verfassungsgericht: Was ist ein gerechter Lohn?

14.02.2012

Zeitarbeit, Niedriglohn und befristete Arbeitsverträge sind heute keine Seltenheit. Eher selten sind Lohnerhöhungen. Professoren bekamen jetzt vom Bundesverfassungsgericht mehr Geld zugesprochen. Ist das gerecht?

Wirtschaftsethiker an der «MeM - Denkfabrik für Wirtschaftsethik»Dr. Ulrich ThielemannWirtschaftsethiker an der «MeM - Denkfabrik für Wirtschaftsethik» 

Zahlreiche Tarifverhandlungen laufen gerade an und auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt daran teil, um für höhere Löhne zu kämpfen. Passend dazu gewann heute vor dem Bundesverfassungsgericht ein Chemieprofessor aus Marburg seinen Prozess gegen zu niedrige Besoldung. Seinen Lohn von 3890 Euro fand er nicht gerecht.

Als Begründung nannte er, dass er damit genauso viel verdiene, wie ein langjähriger Hauptschullehrer, obwohl er eine längere Ausbildungszeit genoss.

Ist es eigentlich gerecht, dass in Zeiten von Niedriglöhnen sich gerade Beamte über zuwenig Geld beschweren? Und wie sieht eigentlich dieser gerechte Lohn aus, von dem alle sprechen.

Diese Fragen geben wir weiter an den Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann von der MeM – Denkfabrik für Wirtschaftsethik.