Giftgas-Einsatz in Syrien: Warum der Beweis so schwer fällt

23.08.2013

Syrische Aktivisten werfen dem Assad-Regime vor, Giftgas gegen das eigene Volk eingesetzt zu haben. Was die Widerstandskämpfer berichten und warum es so schwer ist, Beweise für den mutmaßlichen Gas-Einsatz zu finden.

Gasmasken sind Mangelware in Syrien. Viele müssen sich ihren Schutz vor dem Gas selbst basteln. Foto: © Daniel Leal-Olivas/AFP

versucht, die Aktivisten in Syrien zu unterstützen.Andre Findversucht, die Aktivisten in Syrien zu unterstützen. 

Seit Anfang 2011 haben sich die Aufstände des Arabischen Frühlings in Syrien zu einem Bürgerkrieg entwickelt. Videos und Bilder im Netz sollen nun beweisen, dass Machthaber Baschar al-Assad Giftgas eingesetzt hat.

Informationen von Augenzeugen

Das Projekt „Adopt a Revolution“ sammelt auf seiner Homepage Eindrücke von syrischen Aktivisten, die den mutmaßlichen Giftgas-Einsatz schildern. Welche Berichte und Bilder die Beobachter erreichen, und wie glaubwürdig sie erscheinen, darüber haben wir mit dem Geschäftsführer Andre Find gesprochen.

Schein und Sein: Was zu beweisen bleibt…

hat als Biowaffen-Inspektor gearbeitet.Jan van Akenhat als Biowaffen-Inspektor gearbeitet. 

Wegen des Verdachts, die syrische Regierung könnte mit Hilfe von Biowaffen mehr als tausend Menschen getötet haben, ist ein UN-Expertenteam in Damaskus vor Ort. Sie versuchen, Beweise für die Existenz und den Gebrauch dieser Waffen zu finden.

Doch leicht ist das nicht. Jan van Aken war Biowaffen-Inspekteur und ist heute außenpolitischer Sprecher der Linkspartei. Er erklärt, warum es gerade in Syrien so schwer ist, die Beweise zu sichern.

Das riecht alles nach einem Einsatz von Chemiewaffen, ist aber im Grunde genommen anhand von Bildern und Videos reine Kaffeesatzleserei. – Jan van Aken