Gipfel für globale Solidarität

Alternativen zur G20-Politik

03.07.2017

Die Vorbereitungen für den G20-Gipfel in Hamburg laufen auf Hochtouren. Parallel zu dem Zusammentreffen der weltweit mächtigsten Regierungschefs zeigen Aktivisten aus aller Welt auf dem Solidaritätsgipfel Alternativen zur Politik der G20 auf.

Seit Monaten laufen die Vorbereitungen für den G20-Gipfel auf Hochtouren. Das Gelände um die Hamburger Messehallen, wo der Gipfel stattfindet, wird von der Polizei akribisch abgesichert. Die Protestler planen ihre Demonstrationen.

Am 7. und 8. Juli treffen sich die Regierungschefs der G20-Länder. Besonders gespannt sind die Beobachter auf den US-Präsidenten Donald Trump. Dieser hatte beim Nato-Gipfel im Mai durch forsches Verhalten für Aufsehen gesorgt.

Friedliche Demonstrationen erhofft

Vergangenes Wochenende fand die erste Gegendemonstration in der Hamburger Innenstadt statt. Tausende demonstrierten friedlich gegen die Verschmutzung der Umwelt und für mehr soziale Gerechtigkeit.

Nicht ganz so friedlich lief es ab, als die Polizei am Sonntag ein Protestcamp räumte. Im Elbpark Entenwerder hatten Gegner des G20-Gipfels einen Zeltplatz mit Übernachtungsmöglichkeiten für Protestler und Demonstranten eingerichtet. Das Hamburger Verwaltungsgericht hatte eine ausgesprochene Untersagung des Protestcamps zuvor außer Kraft gesetzt. Die Polizei will nach eigenen Angaben das Aufstellen von Schlafzelten aus Sicherheitsgründen aber weiterhin nicht dulden.

Jana Mattert, Mitorganisatorin des alternativen „Gipfel für globale Solidarität“, ist darüber nicht begeistert:

Auch unsere Teilnehmer und Teilnehmerinnen brauchen Übernachtungsmöglichkeiten. Wir würden uns wünschen, dass es einen stärkeren, politischen Willen gibt, die vielen verschiedenen Proteste besser möglich zu machen. – Jana Mattert

Gipfel für globale Solidarität

Der Gipfel für globale Solidarität ist der Alternativ-Gipfel zum G20-Treffen in Hamburg. Er wird von über 75 lokalen, nationalen und internationalen Initiativen und Organisationen unterstützt und findet am 5. und 6. Juli auf dem Gelände der Kulturfabrik Kampnagel statt.

Internationale Referenten, Wissenschaftler und Aktivisten diskutieren eigene Ansätze zur Lösung internationaler Krisen. Die Veranstalter erwarten bis zu 1.000 Teilnehmer, die bei mehr als 80 Veranstaltungen im Stadtteil Barmbek über Alternativen zur Politik der G20 diskutieren werden.

detektor.fm-Moderatorin Maja Fiedler hat sich mit Jana Mattert über die Idee hinter dem alternativen Gipfel unterhalten. Jana Mattert arbeitet seit 2015 im Verein „Gemeingut in BürgerInnenhand“ zum Thema öffentlich-private Partnerschaften und ist eine der Organisatorinnen des alternativen Gipfels.