Ägypten wählt Staatsoberhaupt – Erste Eindrücke vom Wahltag in Kairo

23.05.2012

Der ägyptische Präsident ist ein einflussreicher Mann. Nach 30 Jahren Mubarak wählen die Bürger nun ein neues Staatsoberhaupt. Bis jetzt verlaufen die Wahlen problemlos, berichtet uns ein Beobachter aus Kairo.

Bedeutender als Parlamentswahlen: Ägypten wählt Mittwoch und Donnerstag einen neuen Präsidenten. Foto: © Maja Hitij / dapd

lebt nach Stationen in Griechenland und Südkorea nun in Ägypten und arbeitet dort für die Friedrich-Naumann-Stiftung.Dr. Ronald Meinarduslebt nach Stationen in Griechenland und Südkorea nun in Ägypten und arbeitet dort für die Friedrich-Naumann-Stiftung. 

Über ein Jahr ist die Revolution in Ägypten jetzt her. Im Februar 2011 wurde der damalige Präsident Husni Mubarak gestürzt, nachdem er das Land 30 Jahre lang regiert hatte.

Heute und morgen wählen rund 50 Millionen Ägypter nun ihren neuen Präsidenten. Es ist die Rede von der wichtigsten Wahl seit dem Sturz Mubaraks. Wenn keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommt, folgt noch eine Stichwahl.

WIe lief der Wahltag ab? Waren die Menschen heiß darauf, ihre Stimme abzugeben – oder zurückhaltend, weil sie dem System nicht trauen? Geht alles mit rechten Dingen zu? Und wie gestaltet sich das Bewerberfeld?

Fragen, über die wir mit Ronald Meinardus sprechen. Er leitet das Regionalbüro der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung in Kairo und war am heutigen Wahltag in Kairo in verschiedenen Wahllokalen als Beobachter zugegen.


Der Wahlkampf hier hat an Wahlkämpfe in westlichen Demokratien erinnert. – Ronald Meinardus