Haftbefehl gegen Ex-Präsident – Der tiefe Fall des Mohammed Mursi

26.07.2013

Nach dem Putsch gegen Ex-Präsident Mohammend Mursi will in Ägypten keine Ruhe einkehren. Die Anghänger Mursis liefern sich weiter Straßenschlachten mit Polizei und Militär. In dieses Pulverfaß hinein kommt die Nachricht: Haftbefehl gegen Mursi.

Seine Unterstützer gehen für den Ägyptischen Ex-Präsidenten Mohammed Mursi auf die Straße. Foto: Fayez Nureldine/AFP

berichtet für Zenith aus Kairo.Ragnar Weilandtberichtet für Zenith aus Kairo. 

Es war ein einmaliger politischer Vorgang Anfang Juli in Ägypten. Das ägyptische Militär putschte den demokratisch gewählten Präsidenten Mohammed Mursi. Nach zwei Jahren im Amt musste Mursi gehen. Eine Übergangsregierung hat sich erst nach längerem Debattieren gefunden, inzwischen leitet Adli Mansur die Geschicke in Ägypten.

Ex-Präsident Mohammed Mursi wurde festgenommen und sitzt seit heute offiziell in Untersuchungshaft. Die ägyptische Justiz hat Haftbefehl gegen ihn erlassen. Die Anklagepunkte lauten: Mord und Verbindungen zur islamistischen Organisation Hamas. Die Vorwürfe stammen aus der Zeit des arabischen Frühlings, noch vor der Absetzung des ehemaligen Diktators Husni Mubarak.

Wer war Mursi vor seiner Präsidentschaft? Und wie viel politische Motivation steckt in den Vorwürfen gegen den ungeliebten Ex-Staatschef? Das fragen wir Ragnar Weilandt. Er ist Ägyptenkorrespondent der Zeitschrift für den Orient zenith und in Kairo vor Ort.

Es war eigentlich immer zu ersehen, dass der Weg, den Ägypten geht, chaotisch wird, schwierig wird. Aber ich denke, das heißt nicht, dass man ihn nicht gehen sollte. – Ragnar Weilandt