Hafturlaub bei lebenslanger Strafe: Die Sicht eines Fürsprechers

11.04.2012

Hafturlaub für Schwerverbrecher – das ist ein heikles Thema. Möglichst lange wegschließen oder fit machen für den Wiedereintritt ins normale Leben, Vergeltung oder Resozialisierung - was ist wichtiger beim Strafvollzug?

In der JVA Koblenz herrscht keine Urlaubsstimmung. © Harald Tittel/dapd

ist Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer e.V.Holger Gebertist Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer e.V. 

Einige Bundesländer haben jetzt einen Gesetzesentwurf zur Lockerung des Strafvollzugs vorgelegt. Sie wollen lebenslang einsitzenden Straftätern bereits nach fünf Jahren Hafturlaub gewähren, bisher war das erst nach zehn Jahren möglich.

Ein früherer Hafturlaub ist allerdings umstritten: So distanzieren sich unter anderem Mecklenburg-Vorpommern und Bayern von den Plänen. Opferschutz müsse vor Täterschutz gehen, Strafe müsse Strafe bleiben.

Über den Sinn und die Gefahren von früherem Hafturlaub haben wir mit Holger Gebert gesprochen. Er ist Bewährungshelfer und Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer e.V..