Hassan Rohani: Politischer Kurswechsel im Iran?

20.09.2013

Seit knapp einem Monat ist Hassan Rohani im Amt. Während sein Vorgänger auf Konfrontation mit dem Westen gesetzt hat, strebt Rohani offenbar mehr Diplomatie an. Jetzt will der neue Präsident des Iran sogar als Vermittler im Syrienkonflikt sein weltpolitisches Debüt geben.

Hassan Rohani gibt sich als iranischer Präsident weltoffener als sein Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad. Ändert sich die Rolle des Iran in der Welt? Foto: © Thierry Ehrmann / Flickr

beschäftigt sich intensiv mit dem Nahen Osten und arbeitet bei der Stiftung Wissenschaft und Politik.Guido Steinbergbeschäftigt sich intensiv mit dem Nahen Osten und arbeitet bei der Stiftung Wissenschaft und Politik. 

Hassan Rohani gilt als Hoffnungsträger für einen liberalen und offenen Iran. Indem er sechzehn politische Häftlinge freiläßt und sich im Atomstreit mit den USA wieder verhandlungsbereit zeigt, grenzt sich Rohani deutlich von seinem Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad ab. Dieser hat auf Abschottung und Distanz gesetzt, vorallem gegenüber Israel und den USA.

Rohani hingegen schlägt andere Töne an: Er gratuliert dem jüdischen Volk über Twitter zum Neujahrsfest und will sich nun sogar im Syrienkonflikt als Vermittler beteiligen. Ändert sich der Iran nun grundlegend oder trügt der Schein?

Das haben wir  Guido Steinberg gefragt. Er forscht bei der Stiftung Wissenschaft und Politik zum Nahen Osten.

Es liegt hier eine Chance, aber der Durchbruch ist hier nicht zu erkennen. – Guido Steinberg, SWP