Hillary Clinton auf dem Weg zur US-Präsidentin?

Präsidentschaftskandidatur, die Zweite

13.04.2015

Hillary Clinton bewirbt sich erneut um die US-amerikanische Präsidentschaft. Anders als 2008 gibt es diesmal kaum Alternativen zu der ehemaligen First Lady. Deshalb stehen die Chancen gut. Zudem verfügt sie über Geld und Erfahrung.

Clinton 2016

Per Video hat Hillary Clinton bestätigt, dass sie sich auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bewirbt. Damit beginnt für die ehemalige Außenministerin nun ein monatelanger Wahlkampf. Bis 2016 hat sie Zeit, Geld und Untersützer zu sammeln.

Ab Januar 2016 beginnen die Vorwahlen innerhalb der demokratischen Partei. Hier hat Clinton 2008 eine Niederlage einstecken müssen, als sie überraschend gegen den damals noch weitgehend unbekannten Barack Obama verlor. Im Juni 2016 wird dann feststehen, wer am 8. November für die Demokraten ins Rennen um die Präsidentschaftskanditatur geht.

Erfahrung und Geld

Bevor Hillary Clinton ihrem Mann Bill nach Arkansa folgte, weil dieser zum Gouverneur des Bundesstaates gewählt worden war, war sie erfolgreiche Rechtsanwältin und Juraprofessorin. Auch als First Lady im Weißen Haus war sie aktiv und setzte sich für eine Gesundheitsreform ein, was in Washington nicht unumstritten aufgenommen wurde.

Clinton begann erst damit politische Ämter zu übernehmen, nachdem ihr Ehemann durch eine Affäre mit seiner Praktikantin in Bedrängnis geriet. Seitdem war Hillary Clinton Senatorin von New York und Außenministerin unter Barack Obama.

Unterstützung und Gegenwind

Von Obama erhält Clinton nun Unterstützung. Gegenwind schlägt ihr schon jetzt vor allem aus dem republikanischem Lager entgegen, das bereits die Kampagne „Stop Hillary“ ins Leben gerufen hat. Die Republikaner wollen 100.000 Unterschriften gegen die Kandidatur Clintons sammeln.

detektor.fm-Moderation Maj Schweigler hat mit dem Auslandskorrespondenten und Amerika-Experten Don F. Jordan über Chancen und Schwächen von Hillary Clinton gesprochen.

Journalist und AmerikaexperteHillary Clinton ist eben sehr wirtschaftsnah und gleichzeitig hat sie ein soziales Gewissen. Nur muss sie sich natürlich mit der Mittelklasse näher anfreunden und da hat sie eigentlich sehr fruchtbares Territorium, denn die Mittelklasse in Amerika leidet sehr.Don F. Jordanräumt Hillary Clinton bei der Präsidentschaftskandidatur 2016 gute Chancen ein 

Redaktion: Lisa Hänel