Honorarärzte: Zukunftsmodell oder Buhmänner im Honorarstreit?

09.04.2010

Im Honorarstreit für Ärzte rückt der Marburger Bund eine Gruppe ins Rampenlicht: die freiberuflichen Honorarärzte.

Vor allem im Notarzt-Bereich sind Ärzte auf Honorarbasis inzwischen keine Seltenheit mehr. / © Michael Kappeler (ddp)

Die Ärzte, die in Deutschland an kommunalen Krankenhäusern und Unikliniken arbeiten, wollen mehr Geld. Ihre Gewerkschaft, der Marburger Bund, kämpft darum schon eine ganze Weile. Das Angebot der Arbeitgeber lehnt er ab – und droht mit Streik.

arbeitet auf Honorarbasis als Notarzt, Anästhesist und auch für Privatkunden. / © BV HonorarärzteNicolai Schäferarbeitet auf Honorarbasis als Notarzt, Anästhesist und auch für Privatkunden. / © BV Honorarärzte 

Die Arbeitgeber sagen: für die geforderten fünf Prozent mehr Lohn ist kein Geld da. Der Marburger Bund aber verschärft die Gangart: solange Geld für nur befristet zugemietete Honorarärzte da sei, müsse auch Geld für eine Lohnerhöhung der Festangestellten da sein. Damit rückt eine Gruppe ins Blicklicht, die rein äußerlich nicht von angestellten Ärzten zu unterscheiden ist: die Honorarärzte.

Was die vom Honorarstreit halten, wie das System der Honorarärzte funktioniert, und warum der Klinikalltag heute solche Formen der Beschäftigung verlangt, das fragen wir den Vorsitzenden des Bundesverbandes Honorarärzte, Nicolai Schäfer.

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