Immer weniger Demokratie: Freedom House veröffentlicht Freiheitsbericht

14.01.2011

Laut Untersuchung der Non-Government Organization "Freedom House" sinkt die Zahl der Demokratien weltweit erneut und wirft die Frage auf: In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Ein Symbol der Demokratie - der Reichstag in Berlin. © Lennart Preiss (ddp).

Er ist Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe.Markus LöningEr ist Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe. 

Die unabhängige US-Forschungseinrichtung Freedom House veröffentlichte jetzt ihren Jahresbericht 2011, in dem sie 194 Staaten und 14 Territorien in die politischen Kategorien „frei“, „teilweise frei“ und „unfrei“ eingeteilt hat. Dabei haben sie die bürgerlichen und politischen Freiheiten in den einzelnen Staaten bewertet und auch Bezug zu den Entwicklungen der letzten Jahre genommen.

Das Ergebnis ist klar: die Anzahl der Demokratien ist weltweit erneut gesunken. Nur insgesamt 45 Prozent der untersuchten Länder stuften sie als frei ein und stellten somit einen neuen Negativrekord fest.

Aber nicht nur Unrechtsstaaten wie Nordkorea, Birma und China sorgen für negatives Aufsehen, auch europäische Staaten wie zum Beispiel Ungarn und Frankreich fallen in der Bewertung zurück.

Wie die sinkende Anzahl der Demokratien und die Entwicklung der letzten Jahre zu beurteilen ist, erklärt Markus Löning, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe.