Innenpolitik im Iran: Rohani will Wirtschaftskrise überwinden

02.12.2013

Internationale Isolation und ein heruntergewirtschaftetes Land - das will Präsident Hassan Rohani ändern. Nicht nur der Westen begrüßt neue Märkte, auch die iranische Wirtschaft verlangt nach einer Öffnung.

Teheran mit dem Fernsehturm Borj-e Miilad und dem Elburs-Gebirge im Hintergrund. Foto: Giorgio Montesino /flickr.com

ist Iran-Experte.Walter Poschist Iran-Experte. 

Seit August ist Hassan Rohani der Präsident der Islamischen Republik Iran. Sein Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad hatte den Staat im Nahen Osten isoliert und so dem Land auch wirtschaftlich geschadet. Nun will der Iran auf den Westen zu gehen, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

Vertrauensvorschuß für Iran?

Im November hat die 5+1-Gruppe in Genf gegenüber dem Iran einige Sanktionen gelockert – vorerst für sechs Monate. Im Gegenzug dafür müssen Teile des Atomprogramms aufgeben werden. Im Interview mit detektor.fm blieb Michael Spaney von „Stop the Bomb“ hinsichtlich der Ergebnisse der 5+1-Gespräche aber skeptisch: er glaube, der Iran könne weiterhin heimlich an einer Atombombe bauen – und die Sanktionen seien voreilig gelockert worden.

Unbestritten aber ist: die Lockerung des Embargos ist ein wichtiger Schritt für die iranische Wirtschaft.

Über die wirtschaftliche Situation im Land und die Frage, warum der Iran die Öffnung gen Westen will und braucht haben wir mit  Walter Posch von der Stiftung Wissenschaft und Politik gesprochen.

Es gibt immer weniger reguläre Wirtschaft, immer mehr, immer wichtiger wird der Anteil des Schmuggels, des illiziten Handeln. – Walter Posch