Iranisches Atomprogramm – Teheran verlegt Urananlagen unter die Erde

15.02.2012

Der Iran stoppt Öllieferungen in sechs EU-Länder - und feiert gleichzeitig neue Bekanntmachungen über sein Atomprogramm. Damit spitzt sich der Streit um das iranische Atomprogramm zu - und der Westen wird nervöser.

Atomanlagen in einem unterirdischen Bunker: Klingt zunächst nach einem typischen James-Bond-Szenario. / Foto: © Axel Schmidt/dapd

Journalist und Sicherheitsexperte. / © Kristin FloryAndreas ZumachJournalist und Sicherheitsexperte. / © Kristin Flory 

Der Iran provoziert die Weltgemeinschaft mit seinem Atomprogramm schon seit langem. Das Land hält trotz lauten Protesten und Sanktionen daran fest. Dabei gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass der Iran zur Atommacht aufsteigen will.

Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ will der Iran noch mehr Uran anreichern. Dafür sollen offenbar in der Bunkeranlage Fordow tausende Zentrifugen gebaut werden, die Uran höher anreichen können, als für Atomkraftwerke notwendig ist.

Durch die Verlagerung  in den Berg werden die Anlagen selbst für bunkerzerstörende Bomben unerreichbar, warnt Israel. Grund zur Besorgnis? Was weiß man, und was ist Spekulation?

Über die neuesten Atompläne des Iran sprechen wir mit dem Journalisten und Sicherheitsexperten Andreas Zumach.

Iranisches Atomprogramm - Teheran verlegt Urananlagen unter die Erde

Ich halte es für möglich, noch eine diplomatische Lösung zu finden. Aber dann müsste man Teheran, bei aller berechtigter Kritik, doch auf Augenhöhe begegnen. (Andreas Zumach)