Islamisten erobern Mali – “Die Situation könnte sich zu einem zweiten Afghanistan entwickeln”

11.01.2013

Das westafrikanische Land Mali kommt nicht zur Ruhe: Islamisten hatten einen Putsch des Militärs gegen den Präsidenten genutzt, um den Norden des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen. Medienberichten zufolge kontrollieren sie nun zwei Drittel des Landes.

Die hier fotografierten Touareg-Rebellen sind auch in den Konflikt verwickelt. Foto: Magharebia/flickr

leitet das Auslandsbüro Senegal/Mali der Konrad-Adenauer-Stiftung.Andrea Kolbleitet das Auslandsbüro Senegal/Mali der Konrad-Adenauer-Stiftung. 

Mali kommt nicht zur Ruhe: Im Februar vergangenen Jahres hatte das Militär gegen den damaligen Präsidenten geputscht. Islamisten nutzten die Gunst der Stunde und eroberten den Norden des Landes.

Im vergangenen Juni haben wir darüber berichtet, wie die Islamisten das Weltkulturerbe des Landes zerstörten. Die Mausoleen von sogenannten Sufi-Heiligen verteufelten sie als Götzenanbetung.

Medienberichten zufolge haben sich die Islamisten weiter nach Süden durchgekämpft und kontrollieren nun zwei Drittel des Landes. In den Konflikt sind neben den Islamisten auch Touareg-Rebellen verwickelt.

Malis Präsident bittet seit Längerem um Hilfe, die UN hat eine Unterstützungsmission zugesagt. Kann eine solche Mission gelingen? Darüber haben wir mit Andrea Kolb, der Leiterin des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung für Mali, gesprochen.

Die Situation könnte sich zu einem zweiten Afghanistan entwickeln. (Andrea Kolb)