Ist der Westen Maßstab für den Osten?

31.03.2010

20 Jahre nach der Wiedervereinigung haben Ost-West-Vergleiche immer noch Konjunktur. Dabei wird der Westen Deutschlands meist als Maßstab für den höheren Entwicklungsstand angesehen. Doch wie sinnvoll ist diese Vergleichsbasis?

Egal ob Geburtenrate, Einkommenshöhe, Pisa-Ergebnisse oder auch Lebenszufriedenheit, die neuen Bundesländer ziehen meist immer den Kürzeren. In diesen Vergleichen werden für viele unterschwellig Wertungen abgegeben und alte Vorurteile zementiert. Die erheblichen regionalen Unterschiede in den alten Bundesländern heizen nun auch die Diskussion über die Vergleichsbasis von Ost und West an.

 

Die Friedrich Ebert Stiftung lud deshalb zum Gesprächskreis „Zukunft mit Ostdeutschland“. Hören Sie hier die Höhepunkte der Debatte:

 

 

Ministerpräsident von Sachsen-AnhaltProf. Wolfgang BöhmerMinisterpräsident von Sachsen-Anhalt 

Die Frage, ob der Westen der Maßstab für den Osten ist, kann man sowohl mit einem gut begründeten glatten ja oder nein beantworten.

Wenn ich mich heute mit Unternehmen unterhalte, ist die zweite Frage, ‚Was gibt es denn an Fördermitteln?‘

SPD-Vorsitzender in SachsenMartin DuligSPD-Vorsitzender in Sachsen 

Ich glaube, der Westen wird vom Osten lernen. Wir haben hier Probleme, die auf die alten Bundesländer noch zukommen.

Wir müssen von der Investoren- zur Innovationspolitik, das heißt die Potenziale in Forschung, Bildung und Entwicklung nutzen.