Eine Analyse von Udo Steinbach

Jemen - viel zu lange unbeachtet

11.01.2010

Seit dem 25.12. und dem vereitelten Terroranschlag von Detroit ist ein Land wieder auf die politische Landkarte gerückt, was lange vernachlässigt wurde: Der Jemen. Doch warum geriet der Jemen in Vergessenheit?

Dar Al Hajar im Jemen. Foto: Peter Bast/ pixelio.de

Er leitete von 1976 bis 2006 das Orient-Institut in Hamburg.Udo Steinbach.Er leitete von 1976 bis 2006 das Orient-Institut in Hamburg. 

Woher kommt Terrorismus und wie kann er bekämpft werden? Wie sind die Kriege der USA und ihrer Verbündeter zu rechtfertigen und kann man ihren „Erfolg“ bewerten? Momentan steht der Jemen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Experten vermuten im Jemen ein Rückzugsgebiet der Al Quaida. Anlass war der versuchte Anschlag auf eine Passagiermaschine am 25.12. in Detroit, USA. Deshalb wollen die USA und Großbritannien nun im Jemen Spezialeinheiten zur Terrorbekämpfung ausbilden. Doch warum rückt der Jemen so plötzlich in die Aufmerksamkeit der Welt und ist es wirklich ein Rückzugsgebiet der Al Quaida? Fragen an Udo Steinbach. Er leitete zwanzig Jahre lang das renommierte Hamburger Orient-Institut. Hören Sie hier seine Einschätzung und Analyse:

Man hätte sehr viel früher wissen müssen, dass man die Situation im Jemen beobachten muss. – Udo Steinbach