John B. Emerson im Studio – US-Botschafter nimmt Stellung

22.11.2013

Der NSA-Skandal nimmt kein Ende, auch die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen leiden darunter. Offizielle Stellen - deutsche wie amerikanische - nehmen nur zurückhaltend Stellung. Nun stand uns der amerikanische Botschafter John B. Emerson Rede und Antwort.

Der neue US-Botschafter John B. Emerson zu Besuch bei detektor.fm. © detektor.fm

Die Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland ist so angespannt wie seit der Präsidentschaft von George W. Bush nicht mehr. Kürzlich erst haben sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Bundespräsident Joachim Gauck der kommenden US-Delegation ein Treffen verwehrt – aus Zeitgründen, so hieß es.

Es ist der NSA-Skandal, der die transatlantische Freundschaft belastet: auch Monate nach Bekanntwerden der Abhöraffäre läuft die Kommunikation zwischen den beiden Ländern stockend; es herrscht Misstrauen.

Von der deutschen Regierung kommen nur zurückhaltend Statements zur Affäre, auch über Edward Snowden redet man eigentlich ungern. Zu komplex ist die Gemengelage, zu unklar die Folgen jedes missverstandenen Wortes.

Der US-amerikanische Botschafter John B. Emerson ist der höchste Vertreter der Vereinigten Staaten in Deutschland – und war bei uns im Studio.

Das Freihandelsabkommen

Im ersten Teil des Interviews sprechen wir mit dem Botschafter über die aktuellen Verhandlungen zum Freihandelsabkommen, wie diese sich auf die deutsch-amerikanische Beziehung auswirken und worin die Vorteile eines solchen Abkommens für den „einfachen Mann“ bestehen.

Was hat der einfache Bürger davon, wenn das örtliche Wasserwerk einer US-Firma gehört? – Handel geht in beide Richtungen. Die Idee ist: wenn etwas für US-Firmen gut ist, ist es auch gut für europäische Firmen.

Der Überwachungsskandal

Im zweiten Teil des Interviews bezieht Emerson Stellung zur NSA-Affäre: werden wir von allen US-Konsulaten aus überwacht? Warum bleiben die Fragen der Bundesregierung unbeantwortet? Und wieso ist Snowden kein Held – wo doch keines der von ihm veröffentlichten Dokumente bisher als Fälschung gilt?

Meinen Sie, wir hätten diese Unterhaltung in Russland? Oder China? Ich glaube nein.


Die Interviews im Original

Hier können Sie das Interview mit dem US-Botschafter im Original hören – in einer längeren Fassung und mit den Antworten im O-Ton.

Der US-Botschafter zur NSA-Affäre

Niemand hört zu oder liest mit! Es geht uns um die Nadel im Heuhaufen, nicht um jedes Stück Heu.

Der US-Botschafter zum Freihandelsabkommen