Jürgen Schneider wegen “kleiner Gaunereien” angeklagt

06.08.2010

Erneut steht der einstige "Baulöwe" vor Gericht, erneut wegen versuchten Betrugs. Diesmal soll sich Schneider allerdings "nur" einige tausend Euro eingesteckt haben. Trotzdem - wie schaffte es der Betrüger immer wieder, seine Geschäftspartner zu prellen?

Hatte er nie eine weiße Weste? Jürgen Schneider auf der Leipziger Buchmesse 2000. / Foto: Peter Endig (ddp)

Der Journalist kennt die Gaunereien des einstigen Bauunternehmers.Hans LeyendeckerDer Journalist kennt die Gaunereien des einstigen Bauunternehmers. 

Jürgen Schneider – ein typisch deutscher Name. Heißt es aber „Baulöwe Jürgen Schneider“, dann klingelts doch bei den meisten: Das ist der Mann, der deutsche Banken um Milliarden betrogen hat. In Ostdeutschland, vor allem in Leipzig ist Jürgen Schneider als Mäzen der Stadt gefeiert worden. Doch der Pleitier hat  auch unzählige Baufirmen und Kleinunternehmer mit in die Insolvenz gerissen. Nach seiner Verurteilung im Dezember 1997 zu sechs Jahren Haft, ist Jürgen Schneider nach zwei Jahren wieder frei gelassen worden.

Nun klagt die Staatsanwaltschaft Bonn den ehemaligen Bauunternehmer Schneider erneut an. Der Verdacht lautet auf Betrug.

Recherchiert und veröffentlicht hat diese Meldung Hans Leyendecker. Er ist investigativer Journalist der Süddeutschen Zeitung und hat mit uns über die Hintergründe gesprochen.