Jugendliche fordern Wahlrecht

Das Kreuz mit unter 18

28.07.2014

Jeder Mensch in Deutschland soll wählen dürfen - egal wie alt er oder sie ist. 15 Kinder und Jugendliche wollen das jetzt am Bundesverfassungsgericht erreichen. Mit einem von ihnen sprechen wir darüber im Interview.

Stimmzettel ausfüllen wollen auch die 15 Mnderjährigen, die nun vor dem höchsten deutschen Gericht klagen.

Foto: Awaya Legends | flickr.com | CC BY 2.0

Felix Finkbeiner möchte mehr Mitbestimmungsrechte. Der 16-Jährige ist ohnehin schon politisch aktiv und beschäftigt sich womöglich mehr mit Politik als mancher Volljähriger. Schon mit neun Jahren gründete er seine eigene Umwelt-Initiative. Warum also dann nicht wählen dürfen?

Innovationen statt „Rentner-Demokratie“

Er und 14 andere Kinder und Jugendliche haben beim Bundesverfassungsgericht eine Beschwerde eingereicht, um Wahlrecht auch schon für Menschen unter 18 Jahren möglich zu machen. Ihrer Ansicht nach sind momentan sind 14 Millionen Deutsche vom Wahlrecht ausgeschlossen. Und darum würden genau die Themen unter den Tisch fallen, die vor allem die jüngeren Generationen betreffen.

In der Beschwerde, die die Revoluzzer beim Bundesverfassungsgericht einreichten, wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Rentenreform für nachfolgende Generationen hohe Kosten bedeute. Als weitere Beispiele nennen sie Bildung und Klimagerechtigkeit, da beide Themen besonders jüngere Menchen interessieren würden.

Wie das funktionieren soll, wenn auch Menschen unter 18 wählen und welche Vorteile das für die Demokratie haben könnte, fragen wir Felix Finkbeiner einfach selbst.

Gesetze werden nicht im Interesse des jüngeren Teil der Bevölkerung gemacht.Felix Finkbeinersetzt sich für ein Wahlrecht für Minderjährige ein