Junge Union veranstaltet Deutschlandtag

Vorbereiten auf die Zeit nach Merkel

08.10.2018

In Kiel hat am Wochenende der Deutschlandtag der Jungen Union stattgefunden. Er stand ganz im Zeichen der gegenwärtigen Turbulenzen innerhalb der eigenen Partei. Die Junge Union sucht Orientierung für die Zeit nach Merkel.

Junge Union beunruhigt

Die Umfragewerte für die Union werden immer schlechter und die drohende Niederlage in Bayern wirft ihre Schatten voraus. Bei Umfragen steht die Union teilweise bei 27 Prozent. Das geht auch an der Jungen Union nicht spurlos vorbei. Der Deutschlandtag sollte deswegen die Richtung des Parteinachwuchses für die Erneuerung der Partei vorgeben.

Pläne für die Zeit nach Merkel

Nach Merkels Rede war der Applaus größer als bei ihrer Ankunft. Das wird sie freuen, ist doch die Unterstützung durch die Junge Union auch für sie notwendig. Immerhin handelt es sich um die größte Parteijugend Europas. Doch es scheint, als hätte die Kanzlerin nicht die gesamte Abordnung überzeugen können.

Just nach ihrer Abreise wurde ein Antrag für eine Amtszeitbeschränkung von drei Regierungsperioden für Bundeskanzler beschlossen. Dies lässt sich leicht als Seitenhieb gegen Merkel deuten, ist sie doch bereits seit 2005 Kanzlerin. Zudem rangen auch mögliche Merkel-Nachfolger und -Herausforderer um die Gunst der Parteijugend. Ralph Brinkhaus zum Beispiel wird gefeiert, als er fordert „die Union müsse raus aus der Defensive“.

Brinkhaus ist neu, hat noch etwas Unverbrauchtes und ist auch gerade sehr selbstbewusst. Weil das ein überraschender Vorstoß an die Fraktionsspitze war, den er da unternommen hat. – Peter Burghardt, Süddeutsche Zeitung

Wohin geht die Union?

Aber wie kann so etwas bei Konservativen aussehen? Über den Deutschlandtag der Jungen Union spricht detektor.fm-Moderatorin Anja Bolle mit Peter Burghardt. Er ist Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung.

DeutschlandtagDer Fokus war auf Sicherheit. Klarer Kurs, klarer Rahmen, das sind die Leitlinien.Peter Burghardtüber seine Eindrücke vom Deutschlandtag. 

Redaktion: Thomas Oysmüller