Kim Jong-Il ist tot: Was bringt der Nachfolger?

19.12.2011

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Il starb am Samstag an einem Herzinfarkt. Nachfolger wird sein Sohn Kim Jong-Un. Fürs erste bleiben viele Fragezeichen.

Bild aus glücklichen Tagen: Kim Jong-Il (rechts) mit seinem Vater Kim-Il Sung auf einem Wandgemälde in einem nordkoreanischen Hotel. Foto: © John Pavelka/flickr.

wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Koreastudien der FU Berlin.Erik Ballbachwissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Koreastudien der FU Berlin. 

Bereits am Samstag sei der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Il während einer Zugfahrt einem Herzinfarkt erlegen, vermelden staatliche Medien. Kim Jong-Il hatte die Macht in dem kommunistischen Land 1994 von seinem Vater übernommen. Der „geliebte Führer“ regierte das Land mit eisener Faust und hielt bisweilen wenig von einer Politik der Entspannung. Besonders die Beziehung zum Nachbarland Südkorea – mit dem sich der Norden völkerrechtlich seit dem Ende des Korea-Krieges 1953 immer noch im Kriegszustand befindet – wurde immer wieder auf harte Proben gestellt.

Als „großer Nachfolger“ wurde Kim Jong-Ils Sohn Kim Jong-Un auserkoren. Der 28-jährige hat Medienberichten zufolge unter anderem in der Schweiz studiert und wurde bereits in den vergangenen Jahren auf die Nachfolge seines Vaters vorbereitet.

Wohin Nordkorea unter dem Nachfolger steuert haben wir Erik Ballbach gefragt. Er forscht am Lehrstuhl für Koreastudien der Freien Universtät Berlin.