Diskussion in der AfD: Härterer Kurs gegenüber dem Islam?

22.04.2014

Ein AfD-Stadtrat aus München verlangt von seiner Partei einen härteren Kurs gegenüber dem Islam. Ein Ausreißer, oder kalkulierte Grenzüberschreitung nach rechts?

Alternative für Deutschland - Islamfeindliche Tendenzen inklusive? | Foto: blu-news.org| Flickr | Lizenz: CC BY-SA 2.0



Wissenschaftler an der Fachhochschule Düsseldorf im Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus.Alexander HäuslerWissenschaftler an der Fachhochschule Düsseldorf im Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus. 

Die Alternative für Deutschland (AfD) macht mal wieder Schlagzeilen.

Der Islam sei „der stärkste Schläger im Lager der Feinde der Gedankenfreiheit“, schreibt das AfD-Mitglied Fritz Schmude auf seiner Homepage. Schmude sitzt im neu gewählten Münchner Stadtrat und gehörte bis März dem als islamfeindlich geltenden Verein „Bürgerbewegung Pax Europa“ an.

Schmude hetzt damit nicht nur gegen Muslime, sondern greift auch den Parteivorstand Bernd Lucke an: dieser schlage in Bezug auf das Thema Islam einen Kurs der „Leisertreterei“ ein.

Die AfD-Führung gibt sich große Mühe, den Stempel „Rechtspopulismus“ loszuwerden. Doch einmal mehr steht nun die Frage im Raum: Wie sehr setzt die AfD bei den Europa-Wahlen auf Stimmenfang am rechten Rand?

Darüber haben wir mit Alexander Häusler gesprochen. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus“ der Fachhochschule Düsseldorf.

Das lässt sich bei der AfD nachweisen, dass es einfach deutliche Schnittmengen gibt zu der Propagandaklaviatur rechtspopulistischer Parteien. – Alexander Häusler