Kommunen in der Krise – Quickborn pumpt seine Bürger an

03.03.2010

Deutsche Kommunen haben vor allem eines gemeinsam: leere Kassen. Quickborn hat jetzt eine neue Idee, an Geld zu kommen. detektor.fm sprach mit Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl.

Volle Kassen - in Quickborn bald dank Bürgeranleihen? Foto: David Hecker/ ddp

Wenn es darum geht, die Kassen der Gemeinden zu füllen, sind schon einige auf „innovative“ Ideen gekommen. Die Versuche „Cross-Boarder-Leasing“, „Zins-Swap“ oder „Public Private Partnership“ sind dabei in Verruf geraten. Fest steht: Deutschlands Kommunen sind ärmer als je zuvor. Woran das liegt, hören Sie hier in einer kurzen Zusammenfassung.

Die Idee aus Quickborn, Geld reinzubekommen, klingt simpel: Es wird einfach von den Bürgern geliehen. Ab kommenden Montag können die Bürger in ihre eigene Stadt investieren. Anleihen über zwei oder fünf Jahre sind möglich. Die Stadt will so vier millionen Euro einsammeln. Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) erklärt detektor.fm, wie das funktionieren soll.

Interview mit Thomas Köppl, Bürgermeister von Quickborn

Thomas Köppl, Bürgermeister von Quickborn.Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU)Thomas Köppl, Bürgermeister von Quickborn. 

„Die Bürger sollen sich mit der Situation in unserer Stadt, mit unserem Gemeinwesen beschäftigen. Wir glauben, das wird durch die Bürgeranleihen erreicht.“

„Wir erwarten, dass es für Kommunen in Zukunft schwieriger wird, sich zu refinanzieren. Daher diese Idee.“

„Ich denke, das wir das Geld von den Bürgern bekommen, kein Problem.“