Konflikt in Mali: Frankreich prescht vor – und nun?

17.01.2013

Frankreich möchte seine Truppenzahl in Mali verdreifachen, während Deutschland logistische und humanitäre Hilfe leistet. Reicht das? Und warum ist der Konflikt in Mali auch ein europäisches Problem?

Islamisten in Malis Wüste. Die Franzosen haben sich in den Konflikt eingeschaltet und auch andere Nationen sollen Position beziehen. Foto:Magharebia/flickr

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt a.M.Julian Junkist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt a.M. 

Seit Monaten ist Mali immer wieder in den Nachrichten: Von Aufständen der Islamisten und zerstörten Kulturgütern ist da die Rede.

Auch detektor.fm berichtete über die Situation in dem westafrikanischem Land, das mittlerweile zu zwei Dritteln von Islamisten kontrolliert wird.
Nun hat sich Frankreich in den Konflikt eingeschaltet – und auch von Deutschland wird erwartet, Position zu beziehen.

Wie sinnvoll ist aber ein Kriegseinsatz und welche Rolle spielt der Konflikt für Europa? Darüber sprachen wir mit Julian Junk von der Hessichen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung.

Wie sinnvoll ist ein europäischer Eingriff in Mali? Darüber sprachen wir mit Julian Junk

Es scheint, das ist meine Hauptkritik an Deutschland, noch keine klare Diskussion darüber zu geben, was denn eigentlich die langfristigen Ziele sein sollen. In Deutschland wird – jedenfalls was ich mitkriege – nicht darüber diskutiert, wie man einen politischen Prozess in Mali wieder in Gang setzten kann, welche Funktion dabei dieser Militäreinsatz spielt (…) Hier findet vieles immer so im Verborgenen statt. (Julian Junk)