Konflikt in Türkei spitzt sich zu – Türken in Deutschland besorgt

17.06.2013

Die Proteste in der Türkei nehmen an Gewalt zu. Nachdem die Polizei den Istanbuler Taksim-Platz geräumt hatte, sind nun auch im Gezi-Park keine Demonstranten mehr. Was denkt die türlische Gemeinde in Deutschland über die Ereignisse?

Proteste gegen Erdogan, allerdings in Berlin: Deutsch-Türken demonstrieren gegen den Ministerpräsidenten in Kreuzberg. Foto: © David Gannon/AFP

„Wir werden mit Ihnen fertig!“ Mit diesen Worten hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die Unruhen in seinem Land auf eine neue Eskalationsstufe gehoben.

war zu Beginn der Proteste noch in Istanbul.Hilmi Kaya Turanwar zu Beginn der Proteste noch in Istanbul. 

Denn in der Folge stürmten Polizisten den Gezi-Park, in dem bis dahin die letzten Demonstranten ausgeharrt hatten. Den Einsatz beschrieben viele Medien als sehr hart, teils als brutal und gewalttätig.

Mehr Kritik – vor allem aus Deutschland

Die Kritik an Erdogan wird damit lauter. Auch und vor allem aus Deutschland – hierzulande leben fast drei Millionen Türken oder türkischstämmige Bürger. Damit sind sie die größte Migrantengruppe in der Bundesrepublik.

Wie denken Türken in Deutschland über Ministerpräsident Erdogan? Und was können die westlichen Staaten gegen die Taten der türkischen Polizei machen?

Fragen, die uns Hilmi Kaya Turan beantwortet hat. Er ist stellvertretender Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland.

Die Betroffenheit ist sehr groß und auch größere Sorgen begleiten die Menschen, weil man nicht abschätzen kann, wohin das führen soll. – Hilmi Kaya Turan, Türkische Gemeinde Deutschland