Konzerne stellen sich gegen eine gesetzliche Frauenquote

31.03.2011

Die Diskussion um eine Frauenquote geht in die nächste Runde. Die 30 deutschen DAX-Konzerne haben sich gestern zum Spitzentreffen mit der Politik getroffen - und die Quote verweigert. Sie wollen eigene Ziele festlegen.

Wer Frauen sucht, sollte nicht in den Chefetagen gehen. / Foto: Konstantin Gastmann / pixelio.de

Leiterin des Referats Vereinbarkeit Familie und Beruf beim DIHK.Anne ZimmermannLeiterin des Referats Vereinbarkeit Familie und Beruf beim DIHK. 

Norwegen hat sie seit acht Jahren, Spanien und andere EU-Staaten ziehen nach – nur Deutschland wehrt sich vehement gegen eine gesetzliche Frauenquote. Und nicht nur Wirtschaft und Politik sind sich über die Frage uneins, auch untereinander finden Politiker keinen Konsens. So gab es zum gestrigen Spitzentreffen zwei Vorschläge: Ursula von der Leyen will die Frauenquote von 30 Prozent bis 2020, Familienministerin Kristina Schröder hingegen hätte sich auch mit einer Selbstverpflichtung zufrieden gegeben. Beide Vorschläge wurden abgelehnt, stattdessen will jedes der 30 DAX-Unternehmen eigene Ziele festlegen.

Warum stellen sich Unternehmen quer, wenn es darum geht, Frauen in die Chefetage zu lassen? detektor.fm sprach mit der Leiterin des Referats Vereinbarkeit Familie und Beruf des Deutschen Industrie- und Handelskammertages über das Thema.